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Podemos
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Podemos (deutsch âWir könnenâ) ist eine spanische linkspopulistische, im FrĂŒhjahr 2014 gegrĂŒndete Partei, die aus der Bewegung des 15-M (Proteste in Spanien 2011/2012) hervorgegangen ist. ParteifĂŒhrer war bis Juni 2021 Pablo Iglesias TurriĂłn,cite-ref-ref001-7-0[7] ihm folgte Ione Belarra nach.
Die Partei kandidierte erstmals fĂŒr die Europawahl in Spanien 2014, als sie erst vier Monate bestand. Sie erhielt 1.253.837 (7,98 %) der Stimmen und fĂŒnf Abgeordnetensitze im Europaparlament. Bei den Parlamentswahlen am 20. Dezember 2015 erreichte Podemos 20,7 % und war damit die drittstĂ€rkste Fraktion im Parlament; nach Scheitern aller KoalitionsbemĂŒhungen wurde die Partei in den Parlamentswahlen am 26. Juni 2016 (im WahlbĂŒndnis mit der kommunistischen Izquierda Unida unter dem Namen Unidos Podemos) mit 21,1 % erneut drittstĂ€rkste Fraktion. Bei den Parlamentswahlen im April 2019 wurde das WahlbĂŒndnis Unidas Podemos mit 14,3 % viertstĂ€rkste Fraktion Nach Scheitern einer Regierungsbildung fanden am 10. November 2019 vorgezogene Parlamentswahlen statt. Unidos Podemos erhielt 12,9 % der Stimmen. PSOE und Unidos Podemos einigten sich auf eine Regierungskoalition; Pedro SĂĄnchez wurde am 7. Januar vom Abgeordnetenhaus zum spanischen MinisterprĂ€sident gewĂ€hlt, trat am 8. Januar nach der Vereidigung sein Amt an und bildete das Kabinett SĂĄnchez II. Podemos stellte zwei von 24 Ministern: den Minister fĂŒr Gleichstellung (Irene Montero) und den Minister fĂŒr soziale Rechte und die Agenda 2030 (bis 31. MĂ€rz 2021 Pablo Iglesias, seitdem Ione Belarra).
Contents
âą Geschichte
âą Entstehung
âą Europawahl 2014
âą Ab 2021
âą Pressestimmen
âą Organisation
âą Finanzierung
âą Siehe auch
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Geschichte
Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/fehlend
Entstehung
Der Ursprung von Podemos ist im Manifest Mover ficha: convertir la indignaciĂłn en cambio polĂtico (âSpielstein bewegen: Die Empörung in politische VerĂ€nderung verwandelnâ)cite-ref-diario01-8-0[8] zu finden, das am Wochenende vom 12. bis 13. Januar 2014 vorgestellt und von der digitalen Zeitung PĂșblico verbreitet wurde. Das Manifest war von knapp 30 Intellektuellen, Persönlichkeiten der Kultur, Journalisten und sozialpolitischen Aktivisten unterzeichnet worden, unter ihnen Juan Carlos Monedero, Professor fĂŒr Politikwissenschaften an der Universidad Complutense de Madrid (UCM); der Schauspieler Alberto San Juan; Jaime Pastor, Dozent fĂŒr Politikwissenschaften an der UNED; der Schriftsteller und Philosoph Santiago Alba Rico; der Gewerkschafter der Corriente Sindical de Izquierda, CĂĄndido GonzĂĄlez Carnero, sowie Bibiana Medialdea, Dozentin fĂŒr Angewandte Ăkonomie an der UCM.cite-ref-9[9] In diesem Manifest wurde auf die Notwendigkeit hingewiesen, eine Kandidatur aufzustellen, die im Mai jenes Jahres mit dem Ziel teilnehmen könne, von linken Positionen aus der EU-Politik bezĂŒglich der spanischen Wirtschaftskrise entgegenzutreten.
Obwohl er nicht zu den Unterzeichnern des Manifests zĂ€hlte, wurde am 14. Januar angekĂŒndigt, dass Pablo Iglesias, damals noch Dozent fĂŒr Politikwissenschaften an der UCM, politischer Analyst und Fernsehkommentator, an der Spitze der Bewegung stehen werde.cite-ref-diario01-8-1[8] Die neu entstandene Bewegung war von der Partei Izquierda Anticapitalista (âAntikapitalistische Linkeâ) artikuliert worden,cite-ref-diario01-8-2[8] die in ihrer internen Dokumentation das Manifest Mover ficha entworfen, die Phasen fĂŒr die Lancierung der neuen Bewegung gestaltet und als entscheidenden Faktor fĂŒr den Erfolg der Initiative âdie PrĂ€senz einer Reihe von Persönlichkeiten mit Medienresonanz als öffentliches Gesicht des Vorhabensâ vorgesehen hatte.cite-ref-10[10]
Zu den von Pablo Iglesias hervorgehobenen programmatischen Punkten zĂ€hlten die Aufhebung des Paragraphen 135 der spanischen Verfassung, die im September 2011 auf Initiative des damaligen MinisterprĂ€sidenten JosĂ© Luis RodrĂguez Zapatero und mit UnterstĂŒtzung der PSOE und der PP reformiert worden war; volle Anwendung des Paragraphen 128 derselben Verfassung (Toda la riqueza del paĂs en sus distintas formas y sea cual fuere su titularidad estĂĄ subordinada al interĂ©s general âDer gesamte Reichtum des Landes in seinen unterschiedlichen Formen und was auch immer seine Rechtsform sein möge, untersteht dem allgemeinen Interesseâ), da diesem, so Iglesiasâ Meinung, nicht nachgekommen werde; Beibehaltung des öffentlichen Charakters der Bildung und der Gesundheit; Erhöhung der Löhne und Reindustrialisierung; Schaffung eines Bestandes an öffentlichen Wohnungen und rĂŒckwirkende Anwendung der daciĂłn en pago (Gesamtschuldentilgung durch WohnungsĂŒbereignung); sowie Widerstand gegen eine restriktive Reform des Schwangerschaftsabbruchsgesetzes.cite-ref-11[11] Die Bewegung forderte darĂŒber hinaus die Abschaffung der AuslĂ€ndergesetze, den Austritt Spaniens aus der NATO und plĂ€dierte fĂŒr das Recht Kataloniens, ĂŒber seine UnabhĂ€ngigkeit selbst zu entscheiden.cite-ref-estrella01-12-0[12]
Die Podemos-Bewegung wurde offiziell erstmals am 17. Januar 2014 vorgestellt. Es gab eine Presserunde, an der hunderte Personen teilnahmen, mit BeitrĂ€gen unter anderen von Pablo Iglesias, Juan Carlos Monedero, der Gewerkschafterin der USTEA (Gewerkschaft der Bildung), Aktivistin der Bewegung fĂŒr die öffentliche Bildung Marea Verde und Mitglied der Izquierda Anticapitalistacite-ref-13[13]cite-ref-ref002-14-0[14] Teresa RodrĂguez; der Psychiaterin Ana Castaño, Mitglied der Marea Blanca; des Forschers und Analysten Ăñigo ErrejĂłn sowie des Sozialaktivisten Miguel UrbĂĄn, Mitglied und Spitzenkandidat der Liste der Izquierda Anticapitalista bei den spanischen Parlamentswahlen 2011 fĂŒr Madrid. Das grundlegende Ziel war es, den KĂŒrzungen des Sozialbudgets entgegenzutreten, die infolge der Wirtschaftskrise, die das Land durchmachte, durchgefĂŒhrt wurden.cite-ref-publico01-15-0[15]
Um das Projekt weiter voranzutreiben und bei der Europawahl im Mai 2014 zu kandidieren, hatten die Initiatoren sich selbst drei Bedingungen auferlegt: dass sie auf der Webseite der Organisation die UnterstĂŒtzung von mindestens 50.000 Personen entgegennehmen; dass sowohl die Kandidaturen als auch das politische Programm des Projekts durch offene Teilnahme angefertigt werden und dass die Einheit mit anderen linken Parteien und Bewegungen angestrebt wird,cite-ref-publico01-15-1[15] wie zum Beispiel mit der Izquierda Unida,cite-ref-diario01-8-3[8] der CUP, der Partido X, dem Sindicato Andaluz de Trabajadores (SAT), der Anova oder mit den BĂŒrgerinitiativen der mareas.cite-ref-estrella01-12-1[12] Die Initiatoren des Projekts erklĂ€rten, die Unterschriften seien in weniger als 24 Stunden zusammengekommen.cite-ref-16[16]
Europawahl 2014
Aufstellung der Kandidatur
Von Beginn an, ab dem Zeitpunkt der Vorstellung, zeigte Podemos die Bereitschaft, eine einheitliche Kandidatur gemeinsam mit anderen linken Parteien und mit Gegnern des sozialen Abbaus aufzustellen. Am 4. Februar kĂŒndigte Red Ciudadana Partido X ihre Absicht an, technologische UnterstĂŒtzung fĂŒr Podemos bereitzustellen, damit diese ihre Methodologie der BĂŒrgerteilnahme bei der Anfertigung des Wahlprogramms entwickeln könnte. Allerdings fĂŒgte Partido X ebenso hinzu, dass, obwohl beide VorschlĂ€ge einen âBruch mit dem jetzigen Parteienmodellâ darstellten, aus der Mitarbeit nicht die Gestaltung einer gemeinsamen Liste folge.cite-ref-17[17]
Am 24. Februar 2014, trafen sich Podemos und Izquierda Unida mit dem Ziel, die Möglichkeit einer Einheitskandidatur zu sondieren.cite-ref-18[18]cite-ref-19[19] Auf der Sitzung konnten Ăbereinstimmungen zwischen beiden Organisationen festgestellt werden, aber auch Abweichungen der Ansichten zu den Methoden fĂŒr die Aufstellung der Kandidaturen. WĂ€hrend Podemos fĂŒr die DurchfĂŒhrung offener Vorwahlen plĂ€dierte, trat Izquierda Unida dafĂŒr ein, dass die an der Kandidatur teilnehmenden Parteien den Spitzenkandidaten bestimmen sollten.
Keine der unterschiedlichen Möglichkeiten kristallisierte sich schlieĂlich heraus. Mit Izquierda Unida waren die Unstimmigkeiten bezĂŒglich der Art und Weise, eine Kandidatur aufzustellen, unĂŒberwindbar und obwohl IU die Möglichkeit einer Einigung aufrechterhieltcite-ref-20[20] wies Podemos schlieĂlich diese Option zurĂŒck.cite-ref-21[21] Wenngleich SĂ se puede por Tenerife das Entstehen von Podemos schĂ€tzte,cite-ref-22[22] entschied sie, nicht zur Europawahl zu kandidieren und keine der Kandidaturen mit einem Stimmenaufruf zu unterstĂŒtzen. Anova ihrerseits bevorzugte es, mit Izquierda Unida zu paktieren, ihrem Partner in der Alternativa Galega de Esquerda,cite-ref-23[23] wĂ€hrend Partido X schlieĂlich alleine kandidierte und Equo sowie Demos + sich der CompromĂs im BĂŒndnis Primavera Europea anschlossen.
Nach dem Scheitern der Verhandlungen kĂŒndigte Podemos seine Absicht an, alleine zu kandidieren und ein offenes Vorwahlverfahren durchzufĂŒhren, an dem auch Nicht-Mitglieder teilnehmen dĂŒrften, sowohl anwesend als auch ĂŒber das Internet. Davor wurde Podemos am 11. MĂ€rz förmlich als politische Partei in das Register der Politischen Parteien des Spanischen Innenministeriums eingetragen,cite-ref-eldiario02-1-1[1] obwohl die Organisation sagte, sie tue es wegen des «legalen Imperativs»,cite-ref-24[24] um zur Europawahl kandidieren zu dĂŒrfen â eine Partei braucht ein Zehntel der Unterzeichner als eine informelle WĂ€hlergruppierung âcite-ref-siglo-25-0[25] und da «wir keine Partei sind».cite-ref-26[26]
Das Vorwahlverfahren fand an fĂŒnf Tagen (Ende MĂ€rz bis Anfang April) statt und es nahmen, nach Auskunft der Veranstalter, ca. 33.000 Menschen daran teil. Die Kandidaten mussten von einem der Podemos-Kreise (CĂrculos Podemos) vorgestellt werden, um kandidieren zu dĂŒrfen. Um als Kandidat fĂŒr die Liste in den Vorwahlverfahren zu konkurrieren, benötigte man die UnterstĂŒtzung eines Kreises. Die Kreise konnten jeweils bis zu drei Kandidaten vorschlagen.cite-ref-27[27] Pablo Iglesias wurde mit mehr als 60 % der Stimmen als Spitzenkandidat gewĂ€hlt. Der zweite Platz wurde von Teresa RodrĂguez, Gewerkschafterin und Mitglied der Izquierda Anticapitalista erlangt, und als Dritter kam der ehemalige Staatsanwalt der Antikorruptions-Staatsanwaltschaft Carlos JimĂ©nez Villarejo â er erklĂ€rte allerdings, dass er lediglich kandidiere, âum die Partei zu fördernâ, und dass er, auch wenn gewĂ€hlt, âauf keinen Fall ins EuropĂ€ische Parlament gehen wĂŒrdeâ.cite-ref-28[28] Weiterhin wurden auch Lola SĂĄnchez, arbeitslos, und Pablo Echenique, Forscher des CSIC gewĂ€hlt.cite-ref-29[29] Obwohl sie keine internationale Zugehörigkeit oder Mitgliedschaft besitzt, erklĂ€rte Podemos dennoch seine Absicht, fĂŒr Alexis Tsipras, den Kandidaten der EuropĂ€ischen Linken, als PrĂ€sidenten der EuropĂ€ischen Kommission zu stimmen.cite-ref-30[30]
Wahlkampf
Den in der Wahlgesetzgebung festgelegten Voraussetzungen zufolge mussten Parteien ohne Vertretung im Parlament 15.000 UnterstĂŒtzer vorweisen, damit sie zur Europawahl kandidieren durften. Eine Woche vor dem Ende der Frist erklĂ€rte Podemos, die benötigten Unterzeichner bereits zu haben.cite-ref-31[31] Die einzigen Parteien, die die Podemos-Kandidatur explizit unterstĂŒtzten, waren Izquierda Anticapitalistacite-ref-32[32] und Compromisu por Asturies;cite-ref-33[33] wenngleich die Partei Partido del Trabajo DemocrĂĄtico auch einen Stimmaufruf sowohl fĂŒr Izquierda Unida als auch fĂŒr Podemos machte.cite-ref-34[34]
Die wĂ€hrend des Wahlkampfs veröffentlichten Meinungsumfragen zeigten Podemos an der Schwelle, eine Vertretung im Parlament zu erlangen, wĂ€hrend einige doch Parlamentssitze voraussagten, schlossen andere diese Möglichkeit aus. In der Umfrage des Sozialforschungsinstituts Centro de Investigaciones SociolĂłgicas (CIS) erreichte die Kandidatur geschĂ€tzte 1,8 % und einen Parlamentssitz.cite-ref-35[35]cite-ref-36[36]cite-ref-37[37] Es handelte sich um eine der acht einzigen Formationen, die laut CIS eine Vertretung erlangen wĂŒrden, und darunter um die einzige, der zum Zweck dieser Wahlen eigens gebildeten Formation.cite-ref-38[38]
Die gröĂten Auseinandersetzungen in Bezug auf die Kandidatur waren die ĂŒber die Teilnahme von Jorge Verstrynge und ĂŒber das Logo von Podemos. Verstrynge, ehemaliger GeneralsekretĂ€r der Alianza Popular, der sich spĂ€ter hin zu linken Positionen entwickelte, wurde von seinem Kollegen Pablo Iglesias â beide sind Dozenten an der Universidad Complutense de Madrid â eingeladen, an einer Veranstaltung der neuen Partei teilzunehmen. Ein Sektor der Organisation kritisierte seine Teilnahme, weil seine Haltung bezĂŒglich der Einwanderungsfrage keinen Platz in der Bewegung finde.cite-ref-39[39] Angesichts der ausgelösten Polemik, nahm Verstrynge an keiner Veranstaltung teil. Andererseits benutzte Podemos als Logo fĂŒr die Stimmzettel das Gesicht von Pablo Iglesias, was Kritik in sozialen Netzwerken hervorrief.cite-ref-40[40] Diese MaĂnahme wurde von Podemos damit begrĂŒndet, eigenen Studien sowie den von den Medien veröffentlichten Umfragen zufolge sei Pablo Iglesias bei den BĂŒrgern viel bekannter als seine eigene Partei, und sein Bild werde auch nur fĂŒr diese Wahl und nicht fĂŒr die Partei an sich als Logo genommen.cite-ref-41[41]
Sowohl Iglesias als auch andere Podemos-Mitglieder bezeichnen AnhĂ€nger und Mitglieder der etablierten Parteien konsequent als eine âKasteâ. Ebenso charakteristisch fĂŒr die Partei ist die Verehrung fĂŒr Menschen, die wĂ€hrend des Spanischen BĂŒrgerkriegs auf Seiten der Republikaner standen, und das Singen der bei RepublikanhĂ€ngern beliebten alten Kampflieder auf ihren Veranstaltungen.cite-ref-42[42]cite-ref-43[43]
Ergebnisse
Podemos erlangte in ganz Spanien eine bedeutende Stimmenanzahl. Die besten Ergebnisse von ĂŒber 10 % erreichte die Partei in Asturien, Madrid, auf den Kanarischen Inseln und den Balearen. Sie wurde mit dem drittbesten Stimmergebnis in fĂŒnf Autonomen Gemeinschaften dritte Kraft, darunter in Madrid.
Die schlechtesten Ergebnisse gab es in Kastilien-La Mancha und Extremadura, wo PSOE und IU bessere Ergebnisse erzielten als im Rest des Landes. Ebenfalls schlecht schnitt die neue Partei in Katalonien und dem Baskenland ab, wo es ein vom Rest des Landes abweichendes Parteiensystem gibt, sowie allgemein in jenen Autonomen Gemeinschaften, in denen ein breiteres Angebot an politischen Parteien besteht. Dennoch erhielt sie in Barcelona ĂŒber 5 % der Stimmen, 6 % im Baskenland. In den traditionell eher rechtswĂ€hlenden Gemeinschaften Valencia und Galicien erhielt sie mehr Stimmen als die dortigen Rechtsparteien, der CompromĂs bzw. der Bloque Nacionalista Galego.cite-ref-eldiario03-49-0[49]
| Wahljahr | Partei | EuropÀisches Parlament | EuropÀisches Parlament | EuropÀisches Parlament | EuropÀisches Parlament |
|---|---|---|---|---|---|
| Wahljahr | Partei | Stimmenzahl | % | Parlamentssitze | ± |
| 2014 | Podemos | 1.245.948 | 7,97 (Platz 4) | 5/54 | Neu |
Insgesamt gewann die Partei fĂŒnf Mandate fĂŒr das EU-Parlament und entsendete die folgenden Abgeordneten in das Parlament:
âą 1. Pablo Iglesias (35): Politik- und Rechtswissenschaftler, bis Juli 2014 Dozent an der Universidad Complutense de Madrid â das bekannteste Gesicht der politischen Initiative, Moderator des Internet-Programms âLa Tuerkaâ (âDie Schraubenmutterâ)
âą 2. Teresa RodrĂguez (32): Lehrerin und Sozialaktivistin.
âą 3. Carlos JimĂ©nez Villarejo (78): ehemaliger Vorsitzender der Antikorruptionsstaatsanwaltschaft. Wie er bereits vor der Wahl erklĂ€rte, trat er von seinem Parlamentssitz kurz danach zurĂŒck. NachrĂŒcker sollte die Berufschullehrerin Tania GonzĂĄlez (31) sein.cite-ref-50[50]
âą 4. Lola SĂĄnchez (36): Diplom-Politologin, arbeitete in Irland, Schottland und in den USA in verschiedenen Berufen (GeschirrspĂŒlerin, Kellnerin und Spanischlehrerin).
âą 5. Pablo Echenique-Robba (35): Naturwissenschaftler (CSIC-Mitglied)
Was die âTypologieâ der Podemos-WĂ€hler anbelangt, wies JosĂ© FernĂĄndez-Albertos, ordentlicher wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts fĂŒr Politik und öffentliche GĂŒter (Instituto de PolĂticas y Bienes PĂșblicos) des CSIC, auf der Grundlage der Vorwahlumfragen des CIS und vorlĂ€ufigen Teilergebnissen, vor allem aus Madrid, auf folgende Tendenzen hin: dass Podemos die Aktivierung von WĂ€hlern gelang, die sich unter anderen UmstĂ€nden enthalten hĂ€tten; dass ein Substitutionseffekt bezĂŒglich der PSOE festgestellt werden konnte, dem zufolge Podemos dort mehr Stimmen erzielte, wo die Ergebnisse der Sozialisten am meisten sanken; dass es sich hierbei um âjunge Stimmenâ handelte, wobei mehr als ein Viertel der Podemos-WĂ€hler jĂŒnger als 30 Jahre alt waren, und schlieĂlich, dass eine bedeutsame positive Korrelation zwischen den Arbeitslosenzahlen und den Stimmen fĂŒr Podemos existierte, folglich: Je mehr Arbeitslosigkeit in einem Gebiet besteht, desto höher war der Prozentsatz der von Podemos erhaltenen Stimmen.cite-ref-eldiario03-49-1[49]
Den Ergebnissen einer im Auftrag der Zeitung El PaĂs vom Meinungsforschungsunternehmen Metroscopia durchgefĂŒhrten Umfrage zufolge ist das WĂ€hlerprofil von Podemos âverblĂŒffendâ, da es den Glauben widerlege, eine Mehrheit der WĂ€hler bestehe aus jungen Leuten und antisystemischen Aktivisten. Nach der Umfrage hingegen sind 66 % der Podemos-WĂ€hler Ă€lter als 35 Jahre, mehrheitlich MĂ€nner (56 % mĂ€nnlicher Stimmen), mit Ausbildungsniveau gleich oder höher als Abitur (das spanische Ăquivalent heiĂt âbachilleratoâ) â keiner der Befragten gab ein Bildungsniveau unter dem zweiten Grad an â und mehrheitlich arbeitende Menschen (50 %, gegenĂŒber 22 % Arbeitslosen, 15 % Studenten und 9 % Rentner). Ein Drittel der Podemos-WĂ€hler hatte zuvor bei der Europawahl 2009 fĂŒr die PSOE gestimmt und 30 % hatten sie bei den spanischen Parlamentswahlen 2011 unterstĂŒtzt. Ideologisch positionierten sich die Podemos-WĂ€hler leicht mehr Richtung Mitte als die von ihnen selbst der IU beigemessenen Position, und 25 % hatten vor, bei den nĂ€chsten spanischen Parlamentswahlen fĂŒr diese Koalition zu stimmen. 60 % hatten bis zum letzten Moment gezweifelt, welche Partei sie nun wĂ€hlen sollten.cite-ref-51[51]
Wie sie wĂ€hrend des Wahlkampfs erklĂ€rt hatten, schlossen sich die fĂŒnf Europaabgeordneten der Konföderale Fraktion der Vereinten EuropĂ€ischen Linken/Nordische GrĂŒne Linke an.cite-ref-gue-ngl-52-0[52]
Reaktionen
Der Erfolg von Podemos bei der Europawahl wurde Anlass fĂŒr vielfĂ€ltige Analysen und Reaktionen. Die Nachricht schaffte es auf die TitelblĂ€tter einiger der wichtigsten spanischen Tageszeitungen.cite-ref-53[53]cite-ref-54[54] Wie zu erwarten, waren Politiker und Kommentatoren hierzu geteilter Meinung. Von IU kamen GlĂŒckwĂŒnsche und die Einladung, einen groĂen Linksblock zu bilden.cite-ref-55[55] Andere Parteien Ă€uĂerten ihre Sorge bezĂŒglich des Aufschwungs der Podemos. So behauptete Rosa DĂez von der UPyD, es gĂ€be programmatische Ăbereinstimmungen von Podemos mit der griechischen Linkskoalition Syriza, mit der italienischen FĂŒnf-Sterne-Bewegung von Beppe Grillo und gar mit der rechtsextremen französischen Front National von Marine Le Pen,cite-ref-56[56] wĂ€hrend die Sprecherin der Volkspartei MarĂa Dolores de Cospedal GarcĂa in den Resultaten eine Radikalisierung der linken WĂ€hlerschaft sah.cite-ref-57[57] Die Politikerin der Partido Popular, Esperanza Aguirre, bezichtigte Pablo Iglesias, âden Castrismus, den Chavismus und ETAâ zu unterstĂŒtzen.
Ab Ende 2013 war von Kontakten Iglesiasâ mit der Linksregierung Venezuelas und deren Geldzuwendungen berichtet worden. Die in Lateinamerika tĂ€tige Stiftung Centro de Estudios PolĂticos y Sociales, mit der Iglesias verbunden ist, war beratend fĂŒr die venezolanische Regierung tĂ€tig und erhielt fĂŒr diese BeratungstĂ€tigkeit Gelder.cite-ref-58[58] Im Wahlkampf 2016 wurde in mehreren Medien ĂŒber VorwĂŒrfe berichtet, dass Iglesias heimliche Zahlungen der venezolanischen Regierung ĂŒber eine der Steueroase erhalte habe. Die Dokumente hierzu erwiesen sich spĂ€ter als FĂ€lschung.cite-ref-elpais-220710-59-0[59] Der berichtende Journalist Antonio GarcĂa Ferreras bestĂ€tigte in einem 2022 geleakten GesprĂ€ch von damals, dass er eine wahrscheinliche FĂ€lschung berichten werde.cite-ref-elpais-220710-59-1[59]cite-ref-elnacion-042102-60-0[60]
Ansteigen der PopularitÀt
Nachdem Podemos als viertstĂ€rkste politische Kraft bei den Europawahlen hervorgegangen war, wurde ĂŒber sie vermehrt medial berichtet. Der Hashtag Pablo Iglesias war das Nummer 1 Trend-Thema auf Twitter am Tag nach den Wahlencite-ref-61[61] und Pablo Iglesias TurriĂłn erschien auf der Titelseite der wichtigsten spanischen Zeitungen. Vor den Wahlen war Podemos bereits in den sozialen Netzwerken die beliebteste Partei. Zwischen Mai und Juli 2014 stieg die Zahl der Facebook-Fans von 100.000 auf 600.000.cite-ref-publico-redes-62-0[62] Zwei Monate nach der Wahl ging Podemos in der im Juli durchgefĂŒhrten vierteljĂ€hrlichen Umfrage âGUSâ als zweitstĂ€rkste Partei hervor und lag damit vor der PSOE, aber 0,9 % hinter der PP.cite-ref-63[63]
Ende Juli begann Podemos mit der Aufnahme von Parteimitgliedern. Innerhalb der ersten 48 Stunden registrierten sich 32.000 Menschen kostenlos auf der Podemos-Webseite.cite-ref-64[64] Nach 20 Tagen hatte Podemos bereits rund 100.000 Mitglieder und wurde, gemessen an der Mitgliederzahl, die drittgröĂte spanische Partei, gröĂer als IU, UPyD, CiU und PNV.cite-ref-cienmil-65-0[65] Im August 2014 hatte Podemos um 442.000 mehr AnhĂ€nger auf Facebook (âLikesâ) als alle anderen Parteien zusammen (708.763), sowie mehr als 2,6 Millionen Zugriffe auf seinen YouTube-Kanal.cite-ref-publico-redes-62-1[62] Das Interview mit Pablo Iglesias in Viajando con Chester, im September 2014, hatte fast 3 Millionen Zuschauer. Es war mit 14,5 % Zuschaueranteil die meistgesehene Sendung zu dieser Zeit.cite-ref-66[66] Kurz darauf erzielte die Sendung La Sexta Noche (in dem Pablo Iglesias ebenfalls interviewt wurde) mit einem Marktanteil von 16,2 % einen neuen historischen Höchstwert.cite-ref-67[67] Iglesiasâ Auftritt verschaffte der Sendung die höchste je gemessene Einschaltquote von 23,8 % und 5 Millionen Zuschauer.cite-ref-68[68] Ende Oktober hatte Podemos bereits mehr als 200.000 Mitglieder.cite-ref-m-200k-69-0[69] Am 2. November 2014 veröffentlichte El PaĂs eine Meinungsumfrage, der zufolge Podemos mit 27,7 % zur beliebtesten Partei Spaniens aufgestiegen war, im Vergleich zu 26,2 % fĂŒr die sozialistische PSOE und 20,7 % fĂŒr die konservative Partido Popular. Derselben Umfrage zufolge hatten 22,2 % der Spanier die konkrete Absicht, ihre Stimme bei der nĂ€chsten Wahl Podemos zu geben, im Vergleich zu 13,1 % fĂŒr PSOE und 10,4 % fĂŒr PP.cite-ref-70[70]
Regional- und Kommunalwahlen 2015
Bei der vorgezogenen Regionalwahl in Andalusien am 22. MĂ€rz, bei der Podemos mit Teresa RodrĂguez als Spitzenkandidatin zum ersten Mal fĂŒr das Parlament einer Autonomen Gemeinschaft antrat, erzielte sie auf Anhieb knapp 15 % der Stimmen und 15 Mandate.
Parlamentswahlen 2015, 2016 und 2019
Bei den Parlamentswahlen am 20. Dezember 2015 erhielt Podemos 65 von 350 Sitzen im Abgeordnetenhaus und 23 von 265 Sitzen im Senat, verfehlte aber damit ihr selbstgestecktes Ziel, die sozialistische PSOE zu ĂŒbertreffen und zweitstĂ€rkste Fraktion im Parlament zu werden. Nach der Wahl scheiterte eine Regierungsbildung; es gab vorgezogene Neuwahlen im Juni 2016. Zuvor bildete sich ein WahlbĂŒndnis namens Unidos Podemos; es erhielt 71 von 350 Sitzen im Abgeordnetenhaus.cite-ref-71[71]
Unter der Regierung von Mariano Rajoy war Podemos in der Opposition. Als die PSOE nach einem Misstrauensantrag im Oktober 2017 unter Pedro SĂĄnchez eine neue Minderheitsregierung bildete, wurde diese von Podemos (und anderen Kleinparteien, insbesondere die katalanischen separatistischen Parteien ERC und JxCat) mitgetragen; Podemos stimmte auch mit der regierenden PSOE in der Haushaltsdebatte 2018, trotzdem bekam die Regierung keine Mehrheit im Parlament, da ERC und JxCat dagegen stimmten. Die Regierung rief daraufhin Parlamentneuswahlen fĂŒr den 28. April 2019 aus. Bei diesen wurde Podemos (bzw. ihr WahlbĂŒndnis mit der Bezeichnung Unidas Podemos) mit 14,3 % und 42 Mandaten erneut viertstĂ€rkste Fraktion, musste aber Stimmenverluste hinnehmen.cite-ref-72[72]
Ab 2021
Nach dem RĂŒckzug von ParteigrĂŒnder Iglesias TurriĂłn aus der Politik wĂ€hlten die Parteimitglieder Mitte Juni 2021 Ione Belarra, kĂŒnftige Ministerin fĂŒr soziale Rechte, und Vize-Regierungschefin Yolanda DĂaz zur Doppelspitze der Partei.cite-ref-73[73]cite-ref-74[74] Im Oktober 2023 erklĂ€rte Podemos-GeneralsekretĂ€rin Ione Belarre, Israel begehe Völkermord an den PalĂ€stinensern, der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu mĂŒsse deshalb vom Internationalen Strafgerichtshof abgeurteilt werden.cite-ref-75[75]
Konflikt um Katalonien
Prinzipiell unterstĂŒtzt Podemos die katalanische Forderung, ein Referendum ĂŒber die staatliche SouverĂ€nitĂ€t Kataloniens zuzulassen, obwohl dies die spanische Verfassung ausschlieĂt. Die FĂŒhrung von Podemos erklĂ€rte, ein derartiges Referendum sei âein demokratisches Grundrechtâ; dennoch lehnte die Partei das Referendum vom 1. Oktober 2017 und eine mögliche UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung Kataloniens ab; nur ein legales, gemeinsam beschlossenes und regulĂ€res Referendum könne die Einheit Spaniens garantieren.cite-ref-76[76]
Pressestimmen
Die Partei wurde von den Nachrichten- und Presseagenturen Reuterscite-ref-77[77] und Associated Presscite-ref-78[78] in die politische Linke eingeordnet sowie als eine âlinksradikaleâ Formation in Financial Timescite-ref-79[79] und der spanischen Zeitung ABC (letztere in Verbindung mit der Kandidatur von JimĂ©nez Villarejo zu den Vorwahlen von Podemos).cite-ref-80[80] Im Wall Street Journal wurde sie als âlinkeâ Partei mit einer linksradikalen politischen Basis Ă€hnlich wie die von SYRIZA beschrieben,cite-ref-81[81] wĂ€hrend die Zeitung The Economist behauptete, â[als Ergebnis der VerĂ€rgerung der Spanier mit ihren Politikern wegen der hohen Arbeitslosenzahlen und Sparpolitik] hat Spanien sein eigenes Ăquivalent [Podemos] der griechischen linksradikalen Partei Syriza geschaffenâ.cite-ref-82[82]
Die von der Zeitung The New York Times veröffentlichte Analyse definiert Podemos als âAnti-Establishment-Partei, Gegner der Sparpolitik, in Jugendkreisen tiefverankert und internetbasiertâ. Der Autor zitiert Thomas Bernd Stehling, Direktor der Konrad-Adenauer-Stiftung fĂŒr die Region Spanien und Portugal, und behauptet, dass die echte Ăberraschung nicht der Erfolg von Podemos sei, sondern dass es so lange gedauert habe, bis eine alternative Partei die EnttĂ€uschung und Frustration der Bevölkerung angesichts des Scheiterns der beiden groĂen traditionellen Parteien zu ihrem Vorteil nutze, wenn es darum geht, Antworten auf die Probleme einer verlorenen Generation zu geben. Vicente Palacio von der FundaciĂłn Alternativas, einem progressiven think tank, wies darauf hin, dass Podemos âsehr vorteilhafte Auswirkungen haben könnte, in Sinne einer Regenerierung des spanischen politischen Systemsâ, wenngleich sie Gefahr laufe, âin Populismus und Demagogie abzugleiten, wie es beispielsweise mit Beppe Grillo und seiner MoVimento 5 Stelle in Italien geschahâ.cite-ref-83[83] Sowohl The Economist als auch The New York Times bringen den Erfolg von Podemos in Verbindung mit den indignados (den âEmpörtenâ) und der Bewegung Movimiento 15-M. FĂŒr die BBC handelt es sich sowohl um eine âlinke, gegen die Sparpolitik gerichtete Parteiâcite-ref-84[84] als auch populistische Partei.cite-ref-85[85]
Die digitale Zeitung PĂșblico erwĂ€hnte vor der Europawahl, dass die Partei âeine neue Frontâ in der linken Landschaft sei.cite-ref-86[86] In El PaĂs kontrastierte der Schriftsteller und Essayist Jordi Gracia GarcĂa âmaximalistische Forderungen (deren ErfĂŒllung sehr utopisch erscheint)â mit den âbreit mitgetragenen Forderungen der Zivilgesellschaft [wie der] Wiederherstellung des ethischen und sozialen Anstands des Staats durch ein Paket von Gesetzes- und Verfassungsreformen, das die Ausschreitungen und Auslassungen seitens der Parteien und Institutionen unterdrĂŒckt und eine VerĂ€nderung des herkömmlichen Funktionierens der politischen Macht forciertâ. Der Erfolg von Podemos liege in dem âVerlust an Glaubhaftigkeit der politischen Linkenâ begrĂŒndet; Podemos habe Erfolg bei âAngehörigen der Mittelschichten, die im Leben noch keinen Container angezĂŒndet haben, die zu alt sind, um ĂŒber ZĂ€une zu springen, die keine Kapuzenpullis tragen, die sich aber immer ohnmĂ€chtiger und voller guter GrĂŒnde fĂŒhlenâ.cite-ref-87[87]
Organisation
Pablo Iglesias kĂŒndigte am 5. Juni 2014 an, dass die konstituierende Versammlung der Partei im Herbst und sehr wahrscheinlich in Madrid stattfinden werde. Er kĂŒndigte ebenso an, dass eine Gruppe von 25 Personen fĂŒr die Vorbereitung der Versammlung verantwortlich sein werde und dass die Kandidaturen dazu geschlossen sein werden, dass aber so viele vollstĂ€ndige Teams kandidieren könnten wie möchten. Sowohl die Mitglieder als auch die nicht registrierten AnhĂ€nger sollten wĂ€hlen dĂŒrfen, in einer Ă€hnlichen Art und Weise, wie die Kandidatur fĂŒr die Europawahl bestimmt wurde. Die Abstimmung ĂŒber das Organisationsteam fand am 12. und 13. Juni 2014 telematisch statt.cite-ref-90[90] Es kandidierten zwei Listen, eine davon mit Pablo Iglesias an der Spitzecite-ref-91[91] und eine weitere vom Krankenpflegerkreis vorgeschlagene Liste.cite-ref-92[92] Das Verfahren und die Fristen waren allerdings innerhalb der Organisation diskutiert worden.
Auf einem Treffen der Podemos-Kreise in Madrid am 8. Juni 2014 kritisierten die Teilnehmer den geschlossenen Charakter der Kandidaturen sowie den zu kurzfristig anberaumten Termin, der das Aufstellen alternativer Listen verhindert haben soll.cite-ref-93[93] Die Wahlen, an denen laut ihren Organisatoren ca. 55.000 Personen teilgenommen haben sollen, ergaben die Liste mit Pablo Iglesias als Spitzenkandidaten mit 86,8 % der Stimmen als Gewinner.cite-ref-94[94] Carlos Monedero zog sich im Mai 2015 wegen Meinungsverschiedenheiten in der politischen Ausrichtung aus der Partei zurĂŒck.cite-ref-95[95]
Finanzierung
Podemos benutzte das sogenannte Crowdfunding (Schwarmfinanzierung), um den Wahlkampf fĂŒr die Europawahl 2014 zu finanzieren.cite-ref-96[96] Die Partei erklĂ€rte, dass die Kosten des Wahlkampfs etwa bei 150.000 Euro lagen und dass sie keine Bankkredite in Anspruch genommen habe. Deshalb werde sie jetzt nur noch 10 % der Summe, die ihr nach den Regeln der Wahlfinanzierung zustĂŒnde (ein Betrag von 1,5 Millionen Euro), empfangen, weil die Subvention nur fĂŒr die tatsĂ€chlich entstandenen Wahlkampfkosten gilt.cite-ref-97[97]
Siehe auch
âą Kategorie:Podemos-Mitglied
Weblinks
Commons
: Podemos
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Website von Podemos (spanisch)
âą WDR weltweit â Spanien aufgemischt â Podemos und die neue Lust auf Politik, WDR bei Youtube, Sendung vom 1. Dezember 2015.
Einzelnachweise
cite-note-eldiario02-11. Podemos formaliza su inscripciĂłn como partido polĂtico. In: eldiario.es. Europa Press, 13. MĂ€rz 2014, abgerufen am 20. Juni 2014 (spanisch).
cite-note-21. Frank Decker: Vom ProtestphĂ€nomen zur politischen Dauererscheinung. Rechts- und Linkspopulismus in Westeuropa. In: Uwe Backes, Alexander Gallus, Eckhard Jesse (Hrsg.): Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 27. Jahrgang (2015), Nomos, Baden-Baden 2015, ISBN 978-3-8487-2522-9, S. 57â72, hier: S. 59; Karsten Grabow, Torsten Oppelland: âIch will die EU zerstörenâ. EU-Gegner im 8. EuropĂ€ischen Parlament. Eine Jahresbilanz. Hrsg. durch die Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin u. a. 2015, ISBN 978-3-95721-120-0, S. 14; Cas Mudde: The problem with populism. theguardian.com, 17. Februar 2015; Michelle Cini, Nieves Perez-Solorzano Borragan: European Union Politics. 5. Auflage. Oxford University Press, Oxford 2016, ISBN 978-0-19-870893-3, S. 414.
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cite-note-2323. â Daniel DomĂnguez: Anova decide aliarse con IU para las europeas y evidencia su fractura interna. deutsch: Anova entschlieĂt sich zum BĂŒndnis mit IU fĂŒr die Europawahl und zeigt ihre interne Spaltung. In: La OpiniĂłn A Coruña. 24. Februar 2014 (online [abgerufen am 24. Mai 2014]).
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cite-note-2828. â Aitor Riveiro: Pablo Iglesias se impone en las primarias de Podemos para las europeas. deutsch: Pablo Iglesias setzt sich bei den Vorwahlen von Podemos fĂŒr die Europawahl durch. In: eldiario.es. 3. April 2014, abgerufen am 24. Mai 2014.
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cite-note-3030. â MariĂ©n Kadner: Pablo Iglesias: âLo que tenemos claro es que este euro no sirveâ. deutsch:Pablo Iglesias: âFĂŒr uns ist klar, dass dieser Euro nichts taugtâ. In: El PaĂs. 23. Mai 2014 (Online [abgerufen am 24. Mai 2014] Zitat: âVamos a apoyar a Alexis Tsipras en el Parlamento Europeo como candidato a presidir la ComisiĂłn Europea.â (Wir werden Alexis Tsiprasâ Kandidatur zum PrĂ€sidenten der EuropĂ€ischen Kommission unterstĂŒtzen.)).
cite-note-3232. â Izquierda Anticapitalista: DeclaraciĂłn de Izquierda Anticapitalista: coyuntura y elecciones europeas. deutsch:ErklĂ€rung der Izquierda Anticapitalista: Konjunktur und Europawahl. 5. Mai 2014, abgerufen am 24. Mai 2014.
cite-note-3333. â Compromisu por Asturies: Compromisu llama a votar este 25 mayo a la candidatura de Podemos. deutsch:Compromisu ruft dazu auf, am 25. Mai fĂŒr die Podemos-Kandidatur zu stimmen. 22. Mai 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 29. Mai 2014; abgerufen am 29. Mai 2014.
cite-note-3434. â Partido del Trabajo DemocrĂĄtico: En las elecciones europeas continĂșa la lucha contra los recortes. deutsch:Bei der Europawahl geht der Kampf gegen Sozialabbau weiter. 18. Mai 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 29. Mai 2014; abgerufen am 29. Mai 2014.
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cite-note-3737. â Centro de Investigaciones SociolĂłgicas: Encuesta preelectoral elecciones al Parlamento Europeo 2014. deutsch:Umfrage vor der Wahl zum EuropĂ€ischen Parlament 2014. 8. Mai 2014 (online).
cite-note-3838. â Kadner: Pablo Iglesias: âLo que tenemos claro es que este euro no sirveâ. deutsch: Pablo Iglesias: âFĂŒr uns ist klar, dass dieser Euro nichts taugtâ. In: El PaĂs. MariĂ©n, 23. Mai 2014 (Online [abgerufen am 24. Mai 2014] Zitat: âPodemos, inscrito en el registro de partidos en marzo, fue la sorpresa del Ășltimo sondeo del CIS en el que apareciĂł como el Ășnico partido de reciente creaciĂłn que obtendrĂa un escaño en el Parlamento Europeo en los comicios del 25 de mayo.â (Podemos, erst im MĂ€rz in als Partei registriert, war die Ăberraschung bei der letzten CIS-Umfrage, bei der sie sich als die einzige kĂŒrzlich gegrĂŒndete Partei erwies, die einen Sitz im EuropĂ€ischen Parlament erlangen wird.)).
cite-note-3939. â Redaktion: La incorporaciĂłn de Verstrynge provoca crĂticas dentro de Podemos. Aufnahme von Verstrynge stöĂt innerhalb von Podemos auf Kritik. In: publico.es. 21. MĂ€rz 2014, abgerufen am 24. Mai 2014.
cite-note-4040. â Isra Ălvarez: CrĂticas a Podemos por la elecciĂłn del rostro de Pablo Iglesias para el logo. Kritik an Podemos wegen der Auswahl des Gesichts von Pablo Iglesias fĂŒr das Logo. In: 20minutos.es. 24. April 2014, abgerufen am 24. Mai 2014.
cite-note-4141. â CristinaAlcalĂĄ: Podemos estampa la cara de Pablo Iglesias en sus papeletas del 25M. Podemos druckt das Gesicht von Pablo Iglesias auf die Stimmzettel fĂŒr den 25. Mai. In: Estrella Digital. 24. April 2014 (online [abgerufen am 24. Mai 2014]).
cite-note-4242. â Luis GĂłmez: Un polĂtico de izquierdas para la televisiĂłn de masas. deutsch: Ein linker Politiker fĂŒr das Massenfernsehen. In: El PaĂs. 26. Mai 2014 (online [abgerufen am 1. Juni 2014] Zitat: â⊠llama casta a los polĂticos de los grandes partidos, denomina ârĂ©gimen del 78â a la transiciĂłn, recuerda a los abuelos que defendieron la RepĂșblica hace 80 años (âŠ) En sus mĂtines suenan el No pasarĂĄn y viejas canciones de la Guerra Civilâ).
cite-note-4343. â J.J. GĂĄlvez & M. Kadner: Podemos se convierte en la sorpresa y logra cinco escaños en Estrasburgo. deutsch: Ăberraschungserfolg fĂŒr Podemos: fĂŒnf Sitze in StraĂburg. In: El PaĂs. 26. Mai 2014, abgerufen am 1. Juni 2014: âA los mayoritarios PP y PSOE âcalificados como âla castaâ continuamente por los integrantes de Podemosââ
cite-note-4444. â Europawahl in Spanien: Podemos âDie Empörten von Madridâ gewinnen Europawahl, abgerufen am 4. Juni 2014.
cite-note-4545. â Redaktion: Elecciones europeas 2014: resultados. deutsch:Europawahl 2014: Ergebnisse. In: eldiario.es. 25. Mai 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 26. Mai 2014; abgerufen am 25. Mai 2014. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eldiario.es
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cite-note-4848. â Jaime GutiĂ©rrez: Podemos, la sorpresa de las europeas, se convierte en la cuarta fuerza con cinco escaños. Podemos, die Ăberraschung der Europawahl, wird mit fĂŒnf Parlamentssitzen zur vierten Kraft. RTVE, 26. Mai 2014, abgerufen am 23. Juni 2014.
cite-note-eldiario03-4949. â JosĂ© FernĂĄndez-Albertos: El voto a Podemos en cuatro grĂĄficos. deutsch: Die Stimmen fĂŒr Podemos in vier Graphiken. In: eldiario.es. 28. Mai 2014, abgerufen am 23. Juni 2014.
cite-note-5050. â JimĂ©nez Villarejo renuncia a su escaño en el Parlamento europeo (deutsch: JimĂ©nez Villarejo tritt von seinem Sitz im EuropĂ€ischen Parlament zurĂŒck)
cite-note-gue-ngl-5252. â Strengthened Left will fight for alternatives to EU leadersâ dud politics. deutsch: GestĂ€rkte Linke will fĂŒr Alternativen zur Politik der EU-FĂŒhrung kĂ€mpfen. GUE-NGL, 11. Juni 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 25. Juni 2014; abgerufen am 11. Juni 2014 (englisch, französisch).
cite-note-5353. â Titelblatt El Mundo, 26.05.2014. In: covertimes.com. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 14. Juli 2014; abgerufen am 10. Juli 2014.
cite-note-5656. â Europa Press: Rosa DĂez cree que las propuestas de Podemos se parecen a las de Syriza, Beppe Grillo e incluso Le Pen. deutsch: Rosa DĂez meint, die Ideen von Podemos gleichen denen von Syriza, Beppe Grillo oder sogar Le Pen. 26. Mai 2014, abgerufen am 10. Juli 2014.
cite-note-5757. â S.E.: Cospedal ve «prematuro y alejado de la realidad» enterrar el bipartidismo. deutsch: Cospedal hĂ€lt es fĂŒr âverfrĂŒht und realitĂ€tsfernâ, das Zweiparteiensystem zu begraben. In: ABC. 26. Mai 2014 (online â BezĂŒglich des Aufschwungs von Podemos, die fĂŒnf Abgeordnete erzielte, erlĂ€uterte sie, die linken Stimmen seien sehr aufgesplittert und radikalisiert).
cite-note-5858. â Pablo Iglesias amenaza con denunciar a quienes le acusen de cobrar dinero de Venezuela. Pablo Iglesias droht jedem mit Anzeige, der ihn beschuldigt, Geld von Venezuela zu bekommen. publico.es, 2. Juni 2014, abgerufen am 10. Juli 2014.
cite-note-elpais-220710-5959. â El PaĂs: Villarejo detallĂł el montaje falso de la cuenta de Iglesias en un paraĂso fiscal. In: elpais.com. 10. Juli 2022, abgerufen am 15. August 2022 (spanisch).
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